Was ist Enduro?
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Ein Enduro-Rennen ist eine Geländefahrt per
Motorrad (typengeprüfte und eingelöste "Töffs") auf einem markierten Parcour.
Immer drei Teilnehmer werden in Minutenabständen auf die, je nach Kategorie
ein bis dreimal zu befahrende Runde, geschickt. Für die Teilnehmer gilt es
dann, die weitläufige Runde (70 - 90 km), die in Teilabschnitte unterteilt
ist, in den Sollzeiten (Vorgabezeiten) zu absolvieren. Das zu späte
Einfahren bei den Abschnittszeitkontrollen wird mit 60 Punkten pro Minute
bestraft. |
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Das Stundenmittel beträgt je nach
Beschaffenheit der Route 20 - 40 km/h. Hinzu kommen unterwegs eine bis zwei
mit Lichtschranken gestoppte Sonderprüfungen, etwa in Form eines
Motocrossparcours. Pro „verlorene" Sekunde gibt es auch hier einen
Strafpunkt. Das Punktetotal aus Gelände- und den Sonderprüfungen (sofern man
keine weiteren vom Reglement mit Strafpunkten geahndeten Fahrlässigkeit
begeht) ergibt das Schlussklassement. |
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Wer den markierten Weg verlässt oder notwendige Reparaturen nicht
selber erledigt, wird disqualifiziert! Endurofahrer müssen folglich nebst
fahrerischen Qualitäten auch technisches Flair mitbringen, sofern sie nicht
bereitwillig bei einer Panne das Rennen aufgeben möchten. |
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| Neueinsteiger/innen können in der Veteranenkategorie oder direkt in
den zwei nationalen Kategorien (2-Takt, 4-Takt) in den Endurosport
einsteigen. Die besten „Nationalen" steigen in die Inter-Kategorie auf und
erhalten damit die Möglichkeit, in der nächsten Saison mit andern
ambitionierten Fahrern um die Schweizermeistertitel zu kämpfen bzw. an
Weltmeisterschaftsläufen teilzunehmen. Ältere Fahrer/innen können sich bei
den Veteranen oder Senioren messen. |
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| Das Ziel jedes Inter-Fahrers ist sicher die Sechstagefahrt (Six
Days), die Enduro-Mannschafts-WM. Jedes Land stellt bei diesem Wettkampf
eine sogenannte Trophy-Mannschaft. Diese besteht aus sechs Einzelfahrern,
die in mindestens vier verschiedenen Hubraumklassen antreten müssen. Für die
Mannschaftswertung zählt nach den sechs Fahrtagen der Rückstand jedes
einzelnen Fahrers auf den Klassensieger und zwar pro Sekunde ein Punkt. Die
Mannschaft mit den wenigsten Punkten wird Weltmeister. |
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| Die Streckenauswahl durch die Veranstalter (die
Schweizermeisterschaft findet im Rahmen von französischen oder italienischen
Regionalläufen statt) führt in der Regel über schwierige Naturwege und
-pfade. Unterwegs sind gute „Steherqualitäten" gefragt. Denn um
Schläge abzufedern oder zur Gewichtsverlagerung auf Vorder- bzw. Hinterrad
steht der/die Fahrer/in fast während des gesamten Rennens auf den Rasten.
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Von Zeit zu Zeit trifft man unterwegs auf eine Gruppe Zuschauer.
Das ist allerdings meist ein Zeichen, dass eine besonders schwierige Stelle
folgt: ein verschlammter Weg, ein steiler Aufstieg oder eine spektakuläre
Abfahrt. Bei schlechter Witterung kann man an einer solchen Stelle schnell
15 Minuten verlieren. Hat man Glück helfen die Zuschauer oder manchmal auch
Konkurrenten beim Schieben. Da hilft es wenig, wenn man weiss, dass auch die
Fahrer an Weltmeisterschaftsläufen oft genug mit qualmenden Motoren hilflos
im Regen stehen. |
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Auf jeden Fall verbraucht man an solchen
Orten viel Kraft und man kommt schnell an die Grenzen der eigenen
Leistungsfähigkeit. Eine gute Kondition ist daher hilfreich und Bedingung.
Während des Rennen sollte auch genug Getränke eingenommen werden, damit die
verlorene Flüssigkeit ersetzt wird. Kommt man zu den Sonderprüfungen ist
volle Konzentration und „Spritzigkeit" verlangt - denn hier zählt jede
Sekunde! Hat man vorher die Strecke abgeschritten (befahren ist verboten),
so weiss man zumindest welche Schwierigkeiten das Terrain in sich birgt. |
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