Ergebnisseite - Motorrad-Lexikon - Z  



Titel: Aermacchi  
     
Beschrieb: Viele Betriebe der italienischen Flugzeugindustrie wandten sich nach 1945 dem Motorradbau zu. Bei Aermacchi in Varese begann man mit Last-Dreirädern, kurze Zeit danach erschienen auch die ersten Motorräder. Gemeinsames Merkmal aller Aermacchi bis 1974 ist der Einzylinder-Viertaktmotor mit liegendem Zylinder. 1960 wurde die Firma dem -> Harley-Davidson-Konzern einverleibt. In den sechziger Jahren baute Aermacchi erfolgreiche Rennmaschinen, doch die vier Welttitel 1974 bis 1976 wurden mit Zweitakt-Konstruktionen unter dem Namen Harley errungen. Seit 1979 ist die Firma unter dem neuen Namen Cagiva wieder ein selbständiges Unternehmen.  
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Titel: Zedel  
     
Beschrieb: Die Schweizer Firma Zürcher & Lüthi stellte vor dem ersten Weltkrieg eine Reihe von Viertakt-Einbaumotoren für Motorradproduzenten in Frankreich, Österreich, Deutschland und England her. In Frankreich gab es auch eine Tochtergesellschaft, die unter dem gleichen Namen komplette Motorräder lieferte.  
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Titel: Zehnder  
     
Beschrieb: Das "Zehnderli" war nach dem ersten Weltkrieg eines der beliebtesten Leichtmotorräder der Schweiz. Das Fahrzeug mit dem liegenden 110-ccm-Zweitakter wurde weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Fabrik ging in den dreissiger Jahren an Wilhelm Gutbrod (-> Standard) über.  
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Titel: Zementbahn  
     
Beschrieb: In vielen Städten gab es seit den zwanziger Jahren Beton-Ovale als permanente Radrennbahnen. Bald entdeckte man auch deren Verwendbarkeit für Motorradrennen. Diese bis in die frühen fünfziger Jahre durchgeführten Bahnrennen erlangten zumeist nur regionale Popularität, aber immerhin gab es auch eine Meisterschaft.  
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Titel: Zenith  
     
Beschrieb: Die ersten englischen Maschinen unter dem Namen Zenith wiesen -> Fafnir-Motoren aus Deutschland auf. Berühmt wurde die Firma durch die Zenith-Gradua, ein Motorrad mit verstellbarer Riemenscheibe des Hinterradantriebs. Nach 1918 trat man vor allem mit den grossen JAP-Zweizylindern in Zenith-Rennmaschinen in Erscheinung, während die Serienmodelle fast ausschliesslich von kleineren -> JAP-Aggregaten angetrieben wurden.  
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Titel: Zischhahn  
     
Beschrieb: Durch ein kleines Ventil auf dem Zylinderkopf konnte man Benzin in den Verogrennungsraum hineinlaufen lassen. Dies diente zum Lösen des in der Kälte sehr zähen Ölfilms und zur Startwilligkeit des Motors durch den entstehenden Benzinnebel. Beim Durchdrehen des Motors gab der geöffnete Hahn einen Zischlaut von sich.  
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Titel: Zündapp  
     
Beschrieb: Von 1921 bis 1930 baute die Nürnberger "Zünder und Apparatebau GmbH" einfache Zweitaktmotorräder, die sich aufgrund ihres günstigen Preises und der gebotenen Qualität gut verkaufen liessen. Das Viertaktprogramm begann 1930 vorübergehend mit der Verwendung eines verventiligen Pytho0n-Motors aus England, doch ab 1933 stand die komplette K-Modellreihe der Konstrukteure Richard und Xaver -> Küchen zur Verfügung. In die Pressstahlrahmen wurden in der Folgezeit Motoren von 200-ccm-Zweitakter bis zu 800er-Vierzylinder-Viertakt-Boxermotor eingebaut. Im zweiten Weltkrieg stellte Zündapp ein schweres -> Wehrmachtsgespann auf die Räder und 1950 begann man mit der KS 601 die Tradition der schon vorher beliebten Boxermaschine fortzusetzen. Es wurden bis 1958 auch noch verschiedene Zweitaktmodelle (Norma, Elastic, Trophy) entwickelt, darunter mit der Bella auch ein guter Motorroller. Heute konzentriert man sich in der 1958 vollständig nach München verlagerten Produktion hauptsächlich auf 50-ccm-Maschinen. Grosse Erfolge konnte die Firma im Geländesport sammeln.  
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Titel: Zwangsgesteuert  
     
Beschrieb: Bei frühen Motoren, die ein -> automatisches Einlassventil aufwiesen, war das Auslassventil stets mechanisch gesteuert, man sprach dabei von einer Zwangssteuerung.  
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Titel: Zweirad-Union  
     
Beschrieb: 1957/58 schlossen sich einige der noch verogliebenen Firmen aus einer stark dezimierten deutschen Motorradindustrie zu dieser Gruppe zusammen. In den -> Victoria-Werken in Nürnberg wurden von nun an auch Express und DKW-Zweiräder gefertigt (die Motorradabteilung mit dem grossen Namen DKW war in Ingolstadt bei der dortigen Auto Union geschlossen worden und so kam auch diese Marke in die Union). Man verwendete ausschliesslich 50-ccm-Sachs-Aggregate, und als 1966 auch -> Hercules angegliedert wurde, ging die Gruppe in den Fichtel & Sachs-Konzern über, wo diese Marken später aufgegeben wurden.  
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